Weimaraner vom Igelsforst Empfang
Berichte über den aktuellen Stand - Welpen - Prüfungen
Vorstellung der Hunde und Züchter
Vorstellung der Rasse Weimaraner im Porträt
Welpen und Zucht der Weimaraner
Hier sehen Sie Bilder von Weimaranern und anderen Jagdbegraushundrassen
Literatur, Tips und nützliche Formulare
Hier können Sie Ihren Pfotenabdruck hinterlassen
Berichte, Erfahrungen und Diskussionen
Links zu sehr interessanten Internetseiten rund um den Hund
Hundeschule Igelsforst in Solingen
S i t e m a p

Weimaraner vom Igelsforst

Rassetypische Beschreibung

Hier erwartet Sie das Rasseporträt, FCI Standard, Prüfungen und der Wesenstest

Rasseporträt FCI Standards Prüfungen Wesenstest


Rasseporträt

Der Weimaraner



Der Weimaraner ist, nach Erlöschen der Rasse Württemberger zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die wohl ursprünglichste in Deutschland gezüchtete Vorstehhundrasse. Mit Sicherheit gilt er als die älteste deutsche Vorstehhundrasse, die rein gezüchtet wird und dies seit dem Jahre 1878.

Reinzucht bedeutet, dass die Einkreuzung fremder Rassen verboten ist. So wurde denn in der Mitte des letzten Jahrhunderts nur eine verschwindend geringe Anzahl von englischen Pointern, die Vorstehhundspezialisten schlechthin, in die Weimaraner-population eingekreuzt. Dies bewirkte, dass der Weimaraner mehr ist als nur ein Vorstehhund. Er entwickelte sich zum vielseitigen Jagdgebrauchshund, der sein Leithunderbe (Vorfahr des Schweißhundes) in erheblicher Stärke bewahrte. Und dies erweist sich heute als sehr vorteilhaft für die Arbeit nach dem Schuss. Eine seiner Stärken ist daher auch das Finden und Nachsuchen von verunfalltem und krankgeschossenem Wild.

Die Frage, ob der Weimaraner bereits am Hofe zu Weimar gezüchtet wurde, scheint weniger bedeutsam als die Gewissheit, dass die Rasse als sogenannter Landschlag schon um 1800 um Thüringen entstanden ist.

Die deutschen Jagdschriftsteller des 18. Jahrhunderts kennen Jagdhunde meist nur als Stöberhunde, die das Wild aus der Dickung treiben. Von ihnen ist wenig über die Herkunft des Weimaraners zu erfahren. Will man aber mehr über die Herkunft der grauen Hunde wissen, muss man schon bis ins 17. Jahrhundert und weiter zurückgehen. Am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig des XIV. nahm die Jagd eine zentrale Stellung ein. Ein Gemälde seines Hofmalers Jean Baptiste Oudry (1686-1755) zeigt einen silbergrauen Jagdhund, der einen Fasan vorsteht. Die Ähnlichkeit mit dem heutigen Weimaraner ist frappierend, nicht nur was die Farbe betrifft, sondern auch die ovale Form der Pfoten, die kräftige Rute und die Art wie sie gehalten wird, erinnert stark an die grauen Vorstehhunde von heute.

Gesichert und dokumentiert ist zweifellos, dass vor 102 Jahren der Weimaraner Club gegründet wurde: "Am 20. Juni 1897 ist im Schützenhaus zu Erfurt ein Club zur Reinzucht des silbergrauen Vorstehhundes gegründet, dem sofort 18 Mitglieder beigetreten sind."

(Protokoll der Gründungssitzung)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wäre die Rasse Weimaraner fast ausgestorben. Es gab nicht wenige Jagdkynologen in Deutschland, die ihm das selbe Schicksal gewünscht hätten, wie dem alten dreifarbigen Württemberger, der in unbegreiflich ignoranter Art und Weise zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgelöscht wurde.

Dass der Weimaraner die düsteren Zeiten der Intoleranz überlebte, verdankt er seinem Förderer Robert Herber (1867- 1946). Er hat es in den zwanziger und dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts geschafft, dass der silbergraue Vorstehhund sich als eigenständige Rasse behauptete.

Den Weimaraner gibt es in den beiden Haarvarianten kurz und lang. Die langhaarige Variante wurde 1934 auf einer Ausstellung in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.

In seiner Gesamterscheinung ist der Weimaraner ein mittelgroßer bis großer Jagdgebrauchshund. Rüden: 59 - 70 cm; Hündinnen 57 - 65 cm Schulterhöhe.

Er ist formschön, sehnig und mit kräftiger Muskulatur ausgestattet.

Die Farbskala reicht von silber-, reh- oder mausgrau bis zu Übergängen zwischen diesen Farbtönen. Kopf und Behänge sind meist etwas heller. Weiße Abzeichen sind nur an der Brust und an den Zehen zulässig. Gelegentlich findet sich über der Rückenmitte ein mehr oder weniger gut ausgeprägter dunkler Aalstrich.

Die beiden zentralen Zuchtziele des Weimaraners sind der vielseitige leichtführige und passionierte Jagdgebrauchshund mit systematischer und ausdauernder Suche, jedoch nicht mit überschäumendem Temperament und gleichzeitig die Erhaltung des Erbgutes des Leithundes, das sich in der Neigung zeigt, mit tiefer Nase zu arbeiten, also seine Veranlagung zum Spur- und Fährtenhalten. Letztgenannte Fähigkeit prädestiniert den Weimaraner vor allem zur Arbeit nach dem Schuss, mithin zur Schweißarbeit und dem Verlorenbringen.

Seine Nase ist von bemerkenswerter Güte, er ist raubwild-, raubzeug- und wildscharf. Des weiteren ist er zuverlässig im Vorstehen und in der Wasserarbeit.

Die erforderliche seelische und körperliche Robustheit für diese Aufgaben ist selbstverständlich ebenfalls Zuchtziel der Rasse.

Sein ausgeprägtes Territorialverhalten verleiht ihm zudem einen starken Schutztrieb.

Was den Weimaraner von anderen Jagdhundrassen unterscheidet ist seine große Anhänglichkeit und Führigkeit, sein angewölftes Schutzverhalten sowie seine auffallend graue Farbe in allen Schattierungen.

Dass der Weimaraner Klub e.V. mit der konsequenten Einhaltung seiner Zuchtziele den richtigen Weg beschreitet, beweist die ständig steigende Nachfrage nach Welpen aus Jägerkreisen und der starke Mitgliederzuwachs in den letzten Jahren.

Im Jahr 1972 betrug die Mitgliederzahl gerade mal 300 Personen, es fielen in dieser Zeit im Schnitt 130 Welpen pro Jahr.

1999 wurde die beachtliche Zahl von rund 2000 Mitgliedern erreicht. Zur Zeit fallen im Schnitt 500 Welpen pro Jahr.

Es ist einleuchtend, dass der Weimaraner auf Grund seiner Entwicklung und seiner Eigenschaften nur in Jägerhände gehört.

Nur auf einem Anwesen mit Hof und Garten zu leben, hieße seine Anlagen verkümmern zu lassen. Er ist kein Begleithund sondern ein Jagdhund durch und durch und als solcher benötigt er die Arbeit im praktischen Jagdbetrieb, um sein ausgeglichenes Wesen zu bewahren.

Zehn Landesgruppen betreuen heute in Deutschland die Mitglieder an der Basis und zeichnen verantwortlich für Verbandsprüfungen und Zuchtschauen - die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zucht, gemäß dem Wahlspruch von Robert Herber: "Nicht die Rasse, sondern die Zuchtauswahl aus ihr ist die Bürgschaft für höchste Form und beste Leistung."

Der Weimaraner findet in der ganzen Welt seine Liebhaber. Vereine gibt es in ganz Europa. Im Norden, im Osten, im Süden und Westen des Kontinents schätzt man seine Fähigkeiten.

Auch in Übersee ist er zu Hause, so z.B. in den USA, wo er nach dem 2. Weltkrieg große Verbreitung fand.

Aber auch in Australien, Neuseeland und Afrika wird er als Jagdhund geführt. Vertreter der ausländischen Vereine halten regen Kontakt zum Mutterverein, denn die Zuchtbestimmungen des deutschen Weimaraner Klub e.V. finden auch dort ihre Anerkennung.

So nahmen denn aus Verbundenheit zum Ursprungsland Freunde der Rasse aus 14 Nationen an den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des Weimaraner Klub e. V. 1997 in Weimar teil.

Der Weimaraner Klub e. V. ist Mitglied im Jagdgebrauchshundeverband e.V. (JGHV), und im VDH (FCI).


Literaturhinweis:

Der Weimaraner Vorstehhund, Dr. Werner Petri, Verlag Weimaraner Klub

Weimaraner Chronik - Eine Zusammenstellung aus der kynologischen Sammlung Karl Meier, Ansbach - Eigenverlag für geschichtliche Kynologie





The Weimaraner


The Weimaraner, one of the continental pointing breeds, can be

traced through breeding records back to 1891. The breed is under the care of the

Weimaraner Klub e. V., which was founded in 1897.

The general appearance of the Weimaraner is a powerful, medium- to large-sized

hunting dog. In height, males range to 70 cm (27.5 inches) and females to 65 cm.

(25.6 inches). Weimaraners are bred in two coat varieties: the more popular

shorthaired and the less-frequently seen longhaired. Both types are solid gray

with small patches of white allowed on the chest and toes.

With proper training, the Weimaraner is a versatile and easily handled hunting

dog that responds impressively to commands in field, water and forest both

before and after the shot. Typically, the Weimaraner works with thoroughness,

desire, perseverance and cooperation. On the other hand, a hectic and

over-passionate manner of working is not the breeding goal. The Weimaraner works

with a low nose and this special tendency is valued by handlers and is

appropriate for working after the shot, i.e. blood tracking and searching for

lost game. For the successful accomplishment of these tasks, prey drive is a

necessary breeding goal.

Despite this versatility the Weimaraner has breed-specific characteristics that

are valued by experts and especially fanciers of the breed but should be made

well-known to prospective purchasers.

First, the Weimaraner develops an almost overly strong attachment to its handler

in comparison with other persons. The devotion results in the extraordinary

cooperation of the breed and the untiring happiness in retrieving, together with

easy trainability.

Moreover, it is characteristic for the Weimaraner to have a strong protective

urge as an expression of its close bonding with its owner, home and family.

This natural, breed-specific tendency that also seems to show that the

Weimaraner is suitable for protection work must be taken into consideration in

the manner in which the dog is trained and kept in order to avoid serious

problems.

Finally, these mental and emotional characteristics of the not particularly

early maturing Weimaraner, paired with a uniformly high intelligence, must be

harmonized by the handler in training. The dog, more often than not, will react

to stupid "cramming" by refusal to work.

A Weimaraner wants to be respected and consequently lovingly handled and not to

be degraded to a mere receiver of commands.









FCI Standards

FCI-Standard Nr. 99/D

Weimaraner-Vorstehhund

Ursprungsland: Deutschland

Verwendung: Vielseitiger Jagdgebrauchshund (Vorstehhund)

FCI Klassifikation: Gruppe VII- Sektion 1-

Kontinentale Vorstehhunde

-Typ "Braque"-


1.Allgemeines Erscheinungsbild:

mittelgroßer bis großer Jagdgebrauchshund,

zweckmäßiger Arbeitstyp, formschön, sehnig, mit kräftiger Muskulatur.

Der Rüden - bzw. Hündinnentyp soll eindeutig ausgeprägt sein.

2.Wichtige Maßverhältnisse:

Rumpflänge zu Wideristhöhe etwa 12:11.

Längenproportionen des Kopfes: von der Nasenspitze bis zum Stirnanfang etwas länger als von dort bis zum Hinterhauptbein.

Vorderhand: Länge Ellbogen bis Mitte Vordermittelfußknochen und Länge Ellbogen bis Widerrist etwa gleich.

3.Verhalten und Charakter:

Vielseitiger, leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund mit systematischer und ausdauernder Suche, jedoch nicht übermäßig temperamentvoll.

Nase von bemerkenswerter Güte, Raubzeug- und wildscharf, auch mannscharf, jedoch nicht aggressiv. Zuverlässig im Vorstehen und in der Wasserarbeit. Bemerkenswerte Neigung zur Arbeit nach dem Schuß.

4. Kopf:

4.1. Oberkopf:

In Harmonie zu der Körpergröße und zum Gesichtsschädel. Beim rüden breiter als bei der Hündin, jedoch bei beiden im Verhältnis Breite des Oberkopfes zur Gesamtlänge des Kopfes in guter Proportion stehend.

Auf de Stirnmitte eine Vertiefung. Hinterhauptbein leicht bis mäßig hervortretend. Hinter den Augen gut verfolgbares Jochbein. Stirnabsatz (Stop)äußerst gering.

4.2.Gesichtsschädel:

Nase:

Nasenschwamm groß, über den Unterkiefer vorstehen.

Dunkelfleischfarben, nach hinten allmählich in grau übergehend.

Fang:

Lang und besonders beim Rüden, kräftig, im Profil fast kantig wirkend.

Fang- und Reißzahnbereich etwa gleich stark.

Nasenrücken gerade, oft etwas gewölbt, niemals nach unten durchgebogen.

Lefzen:

Mäßig überfallend; diese wie Gaumen fleischfarben. Kleine Mundfalte.

Kiefer:

Kräftig.

Backen:

Muskulös und deutlich ausgeprägt. "Trockener Kopf".

Gebiß:

Vollständig, regelmäßig und kräftig.

Schneidezähne sich reibend berührend (Scherengebiß).

Augen:

Bernsteinfarben, dunkel bis hell, von intelligentem Ausdruck.

Im Welpenalter himmelblau. Rund, kaum schräg gestellt.

Behang:

Breit und ziemlich lang, etwa den Mundwinkel erreichend. Hoch und schmal angesetzt, unten spitze abgerundet. Bei Aufmerksamkeit leicht nach vorne gedreht, gefaltet.

5.Hals:

Edel wirkend und getragen, obere Profillinie geschwungen.

Muskulös, fast rund, nicht zu kurz, trocken. Zu den Schultern sich verstärkend und in Rückenlinie und Brust harmonisch übergehend.

6. Körper:

Oberlinie:

Von der geschwungenen Halslinie über den gut ausgeprägten Widerrist harmonisch in den relativ langen, festen Rücken übergehend.

Widerist:

Gut ausgeprägt.

Kruppe:

Becken lang und mäßig schräg gestellt.

Brust:

Kräftig, aber nicht übermäßig breit; mit genügender Tiefe- fast bis zum Ellbogen reichend- und genügender Länge.

Gute Wölbung, ohne tonnenförmig zu sein, mit langen Rippen. Vorbrust gut ausgeprägt.

Bauchlinie:

Leicht ansteigend, Bauch aber nicht aufgezogen.

Rute:

Rutenansatz etwas tiefer unter der Rückenlinie als bei anderen vergleichbaren Rassen.

Rute kräftig und gut behaart. In der Ruhe hängend, bei Aufmerksamkeit und bei der Arbeit waagrecht oder auch höher getragen.

Geschlechtsorgane:

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

7. Gliedmaßen:

7.1. Vorderhand:

Allgemeines:

Läufe "hoch", sehnig, gerade und parallel, aber nicht breit stehend.

Schultern:

Lang und schräg. Gut anliegend. Kräftig bemuskelt. Gute Winkelung des Schulterblatt- Oberarmgelenkes.

Oberarm:

Schräg gestellt, genügend lang und stark.

Ellbogen:

Frei und geradliegend. Weder nach innen noch nach außen gedreht.

Unterarm:

Lang, gerade gestellt.

Vorderfußwurzelgelenk:

Kräftig, straff.

Vorderpfoten:

Geschlossen und kräftig. Gerade zur Körpermitte stehend. Zehen gewölbt. Längere Mittelzehen sind rasseeigentümlich und somit nicht fehlerhaft. Krallen hell - bis dunkelgrau. Ballen gut pigmentiert, derb.

7.2. Hinterhand:

Allgemeines:

Läufe "hoch", sehnig bzw. gut bemuskelt. Parallel gestellt, nicht nach außen oder innen gedreht.

Kniegelenk:

Kräftig und straff.

Unterschenkel:

Lang, Sehnen deutlich hervortretend.

Sprunggelenk:

Kräftig und straff.

Hintermittelfuß:

Sehnig, fast senkrecht stehend.

Hinterpfoten:

Geschlossen und kräftig, ohne Wolfskrallen.

Sonst wie Vorderpfoten.

8. Gangwerk:

Bewegungsablauf in allen Gangarten raumgreifend und fließend. Hinter - und Vorderläufe parallel gesetzt. Galoppsprung lang und flach. Im Trab Rücken gerade bleibend. Paßgang ist unerwünscht.

9. Haut:

Krätftig. Gut aber nicht zu en anliegend.

10. Haarkleid:

10.1.Beschaffenheit:

a)Kurzhaar:

Kurzes (aber länger und dichter als beiden meisten vergleichbaren Hunderassen), kräftiges sehr dichtes, glatt anliegendes Deckhaar. Ohne oder mit geringer Unterwolle.

b) Langhaar:

Weiches, langes Deckhaar mit oder ohne Unterwolle. Glatt oder leicht wellig. Haar am Behangansatz lang überfallend. An den Behangspitzen ist samtartiges Haar zulässig.

Haarlängen an den Seiten 3-5 cm, an der Halsunterseite, der Vorbrust und am Bauch meist etwas länger.

Gute Federn und Hosen, jedoch nach unten weniger lang.

Rute mit guter Fahne. Zwischenzehenraum behaart.

Kopfbehaarung weniger lang.

Stockhaarähnliche Behaarung mit mittellangem, dichtem und gut anliegendem Deckhaar, dichter Unterwolle und mäßig ausgebildeten Federn und Hosen kommt bei mischerbigen Hunden gelegentlich vor.

10.2. Farbe:

Silber-, reh- oder mausgrau sowie Übergänge zwischen diesen Farbtönen. Kopf und Behänge meist etwas heller. Weiße Abzeichen sind nur in geringem Maß an der Brust und an den Zehen zulässig. Gelegentlich über der Rückenmitte ein mehr oder weniger gut ausgeprägter dunkler "Aalstrich".

Hunde mit ausgesprochen rot- gelbem "Brand" dürfen höchstens den Formwert "gut" erhalten. Brauner Brand ist ein schwerer Fehler.

11. Größe und Gewicht:

11.1. Wideristhöhe:

Rüden 59 bis 70 cm (Idealmaße: 62-67 cm)

Hündinnen 57 bis 65 cm (Idealmaße: 59-63 cm)

11.2.Gewicht:

Rüden ca. 30 bis 40 kg

Hündinnen ca. 25 bis 35 kg

12. Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.









Prüfungen des Weimaraners


Die Verbandsjugendprüfung


Die Verbandsjugendprüfung (VJP) ist eine Anlagenprüfung, sie findet nur im Frühjahr (April) statt. Die VJP ist nur für den jungen Vorstehhund zugelassen. Sie gilt für Vorstehhunde die im Vorjahr gewölft wurden und die Weimaraner, die vom 1. Oktober bis 31. Dezember des davor gehenden Jahres gewölft wurden. Während der VJP wird folgendes geprüft:

· Spurarbeit (Hasenspur), dazu gehört der Spurwille und die Spursicherheit

· Nase

· Suche, mit Willen zum Finden

· Vorstehen

· Führigkeit und Gehorsam

· Art des Jagens (nur am Hasen oder Fuchs feststellbar), das heißt spurlaut, sichtlaut, fraglich, stumm oder waidlaut

· Feststellung der Schußfestigkeit

Die Herbstzuchtprüfung

Die Herbstzuchtprüfung (HZP) findet nur im Herbst (September, Oktober) statt. Zu ihr sind jene Vorstehhunde zugelassen, die wie bei der VJP im vergangenen Jahr bzw. ab dem 1. Oktober des Vorjahres gewölft wurden. Der Weimaraner darf nicht, wie bei anderen Vorstehhunderassen möglich, auf einer "Alters-HZP" geführt werden. Das ist eine HZP, wo der Hund auch noch im darauffolgenden Jahr geführt werden darf. Zur HZP gehören folgende Fächer:

· Spurarbeit (Hasenspur), wird meistens von der VJP übernommen. Eine HZP mit Spur wird extra ausgeschrieben.

· Nase

· Suche, mit Finderwillen, sowie ausdauernd und planmäßige Arbeit

· Vorstehen

· Führigkeit

· Arbeitsfreude

· Wasserarbeit dazu gehört:

· Schußfestigkeit im Wasser

· Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer

· Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer, dies wird in einigen Bundesländern außerhalb der Prüfungen geprüft

· Bringen von Ente

· Federwildschleppe

· Haarwildschleppe

· Art des Bringens

· Gehorsam- ohne und mit Wildberührung

· Art des Jagens

· Feststellung der Schußfestigkeit

Die Bewertung der VJP und HZP erfolgt mit einzelnen Prädikaten diese entsprechen folgende Punkte :


Hervorragend 12 Punkte nur ausnahmsweise für überdurchschnittliche hervorragende Leistungen zu vergeben

Sehr gut 11Punkte nur bei mehrmaligen überzeugenden Arbeiten in Anlagefächern zu vergeben

Sehr gut 10 Punkte

Sehr gut 9 Punkte

Gut 8 Punkte

Gut 7 Punkte

Gut 6 Punkte

Befriedigend 5Punkte

Befriedigend 4Punkte

Befriedigend 3Punkte

Mangelhaft 2 Punkte

Mangelhaft 1 Punkt

Ungenügend 0 Punkte

Die Brauchbarkeitsprüfung


Die Brauchbarkeitsprüfung (BrP, früher Jagdeignungsprüfung JEP) wird auch im Herbst durchgeführt Meist im Anschluß an die HZP, da diese den Weimaraner zu einem vollwertigen Jagdhund in Feld, Wasser und Wald werden läßt. Hierbei werden folgende Fächer geprüft:

· Federwildschleppe

· Haarwildschleppe

· allgemeine Schußfestigkeit

· Ente aus dem Wasser bringen

· Schußfestigkeit im Wasser

· Leinenführigkeit

· Verhalten auf dem Stand

· 600m Schweißfährte. Erkundigen Sie sich nach der Länge der Stehzeit in Ihrem Bundesland?

· In einigen Bundesländern wird auch das Ablegen geprüft.

Die Brauchbarkeitsprüfung wird nur mit bestanden oder nicht bestanden bewertet. Es wird keine Benotung vorgenommen.

Die Verbandsgebrauchsprüfung


Die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) ist die Meisterprüfung des Vorstehhundes. Sie wird immer im Herbst im Anschluß an die HZP durchgeführt. Die VGP weist dem Weimaraner nach, daß er im Feld, Wasser und Wald als vollwertiger Jagdgebrauchshund einsetzbar ist und zu dem noch ein sehr nervenstarker Hund ist. Eine VGP setzt einen gut durchgearbeiteten Weimaraner voraus, der auch großem Streß widersteht. Zur VGP gehören folgende Fachgruppen mit den dazu gehörenden Fächern:

· In der Fachgruppe Waldarbeit werden folgende Fächer geprüft:

· Schweißarbeit auf Schalenwild als Riemenarbeit, gegebenenfalls mit anschließendem Totverbellen oder Totverweisen. Wählen kann man zwischen einer Tagesfährte (2-5 Stunden) oder einer Übernachtfährte (mindestens 14 Stunden)

· Bringen von Fuchs über Hindernis

· Fuchsschleppe

· Bringen von Fuchs auf der Schleppe

· Hasen- oder Kaninchenschleppe

· Bringen von Hase oder Kaninchen

· Stöbern

· Buschieren

In der Fachgruppe Wasserarbeit werden folgende Fächer in dieser Reihenfolge geprüft:

· Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer

· Schußfestigkeit

· Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer

· Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

· Bringen von Ente

In der Fachgruppe Feldarbeit sind folgende Fächer zur Prüfung vorgesehen:

· Nasengebrauch

· Suche

· Vorstehen

· Manieren am Wild und Nachziehen

· Federwildschleppe

· Freies Verlorensuchen und Bringen eines ausgelegten Stückes Federwild

· Bringen von Federwild

Zu der Fachgruppe Gehorsam sind nachfolgende Fächer Prüfungsbestandteil:

· Allgemeines Verhalten- Gehorsam

· Verhalten auf dem Stand

· Leinenführigkeit

· Folgen frei bei Fuß

· Ablegen

· Benehmen vor eräugtem Federwild

· Benehmen vor eräugtem Haarnutzwild

· Schußruhe

Die Benotung erfolgt mit einzelnen Prädikaten

· hervorragend = 4h, diese darf nur ausnahmsweise für hervorragende Leistungen unter erschwerten Umständen gezeigt werden

· sehr gut = 4

· gut = 3

· genügend = 2

· mangelhaft = 1

· ungenügend = 0


Zusätzliche Prüfungen:


· VSwP = Verbandsschweißprüfung, diese wird als 20 und 40 Stunden angeboten

· VPSO = Ordnung für Verbandsprüfungen nach dem Schuß

· Vbr = Verlorenbringernachweis

· Btr = Bringetreueprüfung

· AH = Armbruster- Haltabzeichen

· HN = Härtenachweis ( / )

·LN = Lautjagernachweis









Wesenstest

1. am Wild (Gegenstand)

Vorgehensweise

Der Hund wird an einem Baum (o.ä.) angebunden.

Die Leine ist hierbei so lang zu wählen, daß der zu beurteilende Hund etwa 2m Freiheit nach vorn und zum Ausweichen hat.

Ein Stück Wild auch in einem Rucksack (Gegenstand) verstaut - wird etwa 0,5 m weit in den Radius der Leine hinein, bei dem Hund abgelegt.

Dem Hund ist ausreichend Zeit zu geben, das Stück/den Rucksack in Besitz zu nehmen.

Der Prüfer reizt den Hund mittels eines Sackes oder Ähnlichem, so daß der Hund hierbei in seinem Verhalten vom Prüfer beurteilt werden kann.

Unmittelbar nach Beendigung des Tests geht der Führer mit dem Hund auf den Prüfer zu. Dieser kontrolliert ca. 20 m entfernt vom Wild/Gegenstand die Täto-Nr. Der Hund muss diese Kontrolle zulassen.

Die Zuschauer müssen einen Abstand von 50 m wahren.

Beurteilung (einschließlich der Täto-Nr.)

WG1= von der Situation unbeeindruckt

WG0= ängstlich, Angstbeißer, aggressiv

WG2= zeigt natürliches Abwehrverhalten

Alle mit "WG1" oder "WG2" beurteilten Hunde haben diesen Teil des Tests bestanden.


2. im Kreis

Vorgehensweise

Der Hundeführer zieht seinem Hund eine ca. 3m lange Schnur durch die Halsung und hält ihn daran fest (Unfallschutz).

Eine Personengruppe von ca. 12 Personen bildet einen Kreis um den Hundeführer und Hund mit einem Radius von ca. 10m. Auf ein Zeichen des Richters gehen alle Personen zugleich im Schritt zügig zum Zentrum des Kreises und bleiben stehen, wenn sie sich gegenseitig berühren.

Der friedliche Charakter der Situation muß gewährleistet sein.

Beim Hund stehende Personen streicheln den Hund.

Danach übergibt der Hundeführer die durch die Halsung gezogene Schnur einer Hilfsperson des Kreises, die beide Enden festhält. Gegenüber dieser Person öffnet sich der Kreis.

Der Hundeführer verlässt den Kreis, um draußen hinter die Person zu treten, die den Hund an der Schnur hält. Auf Ruf oder Pfiff des Hundeführers läßt die Hilfsperson ein Leinenende los.

Der Hund soll an der geöffneten Stelle oder durch die Beine einer Hilfsperson den Kreis verlassen und zu seinem Hundeführer laufen. Der Hundeführer geht mit seinem unangeleinten Hund durch die offenen Stelle zurück zum Zentrum des Kreises. Die Helfer durfen den Hund nicht anschauen (fixieren) oder aggressiv gegen ihn vorgehen.

Erwünscht sind Sicherheit, Furchtlosigkeit und neutrales Verhalten gegen Fremde.

Unerwünscht sind jede Art von Unsicherheit, Angst (Angstbeißer) und Aggression gegen Menschen (Überschärfe).

Beurteilung

WF1= Hund absolviert den Test unbeeindruckt oder bedarf mehrfacher Aufforderungen um den Kreis zu verlassen bzw. wieder zu betreten.

WF0= Hund absolviert deutlich unsicher und ängstlich den Test

Zeigt ein Hund Aggression, wird der Test mit "WF0" abgebrochen.

Der Prüfer ist für die Sicherheit der Hilfspersonen verantwortlich.

"Wesenstest am Wild/Gegenstand" und "im Kreis" bilden eine Einheit und sind an einem Tag abzuprüfen!

Nur mit Bestehen "am Gegenstand" und "im Kreis" ist der Hund zuchttauglich"

Bei der Beurteilung"WF0" oder "WG0" ist de gesamte Wesenstest auf Antrag des Führers einmal wiederholbar.

Die Überprüfung nimmt eine Kommission, bestehend aus dem Zuchtwart und zwei weiteren autorisierten Personen vor, die ein Obergutachten erstellen.

Dieses ist unwiderruflich und verbindlich anzuerkennen.

Der Härtenachweis ist für die Zuchttauglichkeit nicht erforderlich!

Ein Abwehrverhalten ist für die Zuchttauglichkeit nicht erforderlich.



Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Diese Seite zu Delicious hinzufügen
Diese Seite zu Live und MSN hinzufügen
Diese Seite zu Google hinzufügen
Diese Seite zu Yahoo Bookmarks hinzufügen
Diese Seite zu Yahoo Bookmarks hinzufügen
Diese Seite zu Twitter hinzufügen
Diese Seite zu YIGG hinzufügen
Diese Seite zu Webnews hinzufügen
Diese Seite zu Weblinkr hinzufügen
Diese Seite zu Alltagz hinzufügen
Diese Seite zu Facebook hinzufügen
Diese Seite zu Icio hinzufügen
Diese Seite zu Linkarchiv hinzufügen
Diese Seite zu Linkarena hinzufügen
Diese Seite zu Oneview hinzufügen
Diese Seite zu Technorati hinzufügen
Hier können Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzufügen

| Copyright 2002 - 2013 | Alle Rechte von Text und Bildern liegen bei Igelsforst Germany |